Freiheit mit Gott erleben

Kennst du das? Man begegnet jemanden und möchte ihm am liebsten aus dem Wege gehen.

Oder man senkt den Blick, um keinen Augenkontakt zu haben, um nicht die Ablehnung zu

zeigen, die man gerade spürt. Eigentlich möchte man diesem Menschen jetzt gar nicht

über den Weg laufen. Ein Sprichwort heißt: „Wenn Blicke töten könnten.“ Vielleicht haben wir

Angst, dass unsere Augen uns verraten.

Wer innerlich daran gebunden ist, Unrecht nachzutragen, wird seines Lebens nicht mehr froh.

Hiob erlebte seine Freunde damals nicht nur als Helfer in der Not. Statt Hiob beizustehen,

fingen sie nach einiger Zeit an ihn zu belehren und Ratschläge zu erteilen, wie er doch die

ganze Not hätte verhindern können.

Hiob war in all seiner Not, die Gott in seinem Leben zugelassen hatte, doch immer noch der

Mann geblieben, der trotz allem an Gott festhielt. (Hiob 42, 5.6.)

Hiob war nicht an Gott verzweifelt, von seinen Freunden jedoch zusätzlich verletzt.

Aber dann geschieht ein entscheidender und auch letzter Schritt aus der Qual der schlimmen

Ereignisse: Hiob betet zu Gott für seine Freunde, die ihn gerade ganz unnötig belastet haben…

und die Bibel berichtet: „der Herr wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte

tat.“ (Hiob 42,10)

Wenn wir unser eigenes Gefängnis auftun, in das wir andere - vielleicht zu Recht –

hineinsetzen, wenn wir diese Menschen im Gebet Gott übergeben und Gott alles zutrauen,

dann ist das der Beginn unserer eigenen Freiheit, welche Gott schenkt.

Für das neue Jahr wünsche ich uns die Nähe und den Schutz unseres Gottes jeden Tag!

Aber ich wünsche uns auch, dass wir immer wieder Freiheit mit unserem Gott erleben und ich

wünsche uns ein festes Vertrauen auf SEINE Möglichkeiten. Euer Walfried Knoll